Workshop Vorstellung: Mathematiika – Forschen. Lesen. Sehen.

In diesem Workshop lernen Sie mit dem Unterrichtsmodell Mathematiika ein Freiarbeitskonzept kennen, dass sich an der Flipped-Classroom-Idee orientiert und diese mit anderen Zugängen ergänzt. Inspiriert wurde das Konzept von finnischen Flipped-Classroom-Modellen. Ganz im Sinne des Konzepts erarbeiten die Teilnehmer*innen zunächst auf drei verschiedenen Zugängen (forschend, lesend und/oder sehend) eigenständig die grundlegende Idee von Mathematiika. Im Anschluss werden Gelingenskriterien für eine erfolgreiche Arbeit in einem solchen Modell entwickelt.

Autor:

Wir, Lena Florian und Sebastian Grabow, unterrichten an der Voltaireschule Potsdam in Brandenburg Mathematik. Schon länger arbeiten wir in unserem Unterricht hauptsächlich mit Freiarbeitsphasen. Inspiriert durch einen Lehreraustausch mit unserer Partnerschule in Finnland haben wir ein eigenes Lernkonzept entwickelt, dass die Schüler*innen zur Eigenverantwortung anregt und zugleich Transparenz über den Lehr-Lernprozess schafft. Uns ist es vor allem wichtig, den Schüler*innen die Angst vor der Mathematik zu nehmen, indem wir ihnen mehrere Zugänge bieten, um ihren Weg in die Mathematik zu finden. Wichtiger Bestandteil ist in diesem Kontext aus unserer Sicht, die Eigenverantwortung der Schüler*innen für ihr Lernen zu fördern und zu fordern.

2 Responses to “Workshop Vorstellung: Mathematiika – Forschen. Lesen. Sehen.”

  1. Welche technischen Mittel werden seitens der Schule zur Verfügung gestellt? Meine Tochter verfügt zu Hause über keinen eigenen PC/Laptop/Tablet. Muss dieser jetzt extra angeschafft werden? Wie hoch ist der zeitliche Umfang der Vorbereitung zu jeder Stunde? Wie wird verhindert, dass Verstehenslücken sich nicht anhäufen und zu Demotivation führen? Letztere Probleme zeigten sich, nachdem meine Tochter phasenweise in der Sek I nach finnischem Modell unterrichtet wurde? Noch heute (2 Jahre) später zahle ich jede Woche Nachhilfeunterricht, um die aufgrund falscher Methode(numsetzung) angestauten Defizite zu beseitigen.

    • Bei uns stehen iPads und Computer in der Schule zur Verfügung, darüber hinaus können auch bspw. Smartphones genutzt werden, um auf die Materialien zuzugreifen.
      Dadurch, dass in unserem Konzept die Erarbeitung auch in der Stunde erfolgt / erfolgen kann, ist die Vorbereitung zuhause sehr individuell. Die Schülerinnen und Schüler, die die Unterrichtsstunden effizient nutzen, müssen nicht zuhause arbeiten. Es gibt keine klar deklarierten Hausaufgaben. Das heißt allerdings nicht, dass zuhause gar nicht gearbeitet wird. Das Lernen wird insgesamt individualisiert. Deshalb ist hier eine pauschale Aussage schwierig.

      Das Konzept bekämpft gerade den angesprochenen Frust – Ziel ist, für jede Schülerin und jeden Schüler in jedem Themengebiet einen Anknüpfungspunkt zu finden. Das funktioniert aber nur, wenn Lehrkraft und Schüler*innen eng miteinander zusammenarbeiten. Aus diesem Grund haben wir verschiedene Reflexionsinstrumente, die die Kommunikation und das Coaching unterstützen.

      Ich hoffe, ich konnte einen kleinen Einblick geben und alle Fragen beantworten. Auf unserem Youtube-Kanal gibt es weitere Erläuterungen: https://www.youtube.com/watch?v=j4TUfeD0NQ4.

      Viele Grüße!

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